Mietspiegel in München oder wie es gar nicht geht!

Weil in München der Mietmarkt immer noch sehr stark in Bewegung ist, sollte die ortsübliche Miete ermittelt werden. Das ist ja eigentlich kein Problem,

noch nicht einmal in Berlin

dort hat das schon immer funktioniert, möchte man glatt als großes Weltwunder deklarieren!

Und in München kann man auch die Seite

https://stadt.muenchen.de/infos/mietspiegel.html

aufrufen, um eine Online-Berechnung der orstüblichen Miete durchzuführen. Dort gibt man zuerst die Wohnfläche in m² an und kommt bei der nächsten Seite zur Auswahl der Baujahrskategorie. Der Bau wurde 1997 fertiggestellt, also die Kategorie 1989 bis 1998 ausgewählt. Danach ist Wohnlage anzugeben, dazu gibt es einen Stadtplan der mit unterschiedlichen Farben markiert ist und die Wohnlage kategorisiert. Hier hellblau, also durchschnittliche Lage. Wer dann aber die Lage an den höllisch lauten Durchgangsstraßen als "zentrale gute Lage" einstuft, aber eine ruhige Wohnlage mit 3 Minuten Fußweg zur U-Bahn dafür als durchschnittliche Lage, das müssen Studenten der LMU gewesen sein. Die können das nicht besser! Das wurde auch in einem Gespräch mit dem Sozialreferat der Stadt immer wieder betont, alles "wissenschaftliche Basis von der LMU"!

Danach gibt es drei Gebäudetypen zur Auswahl: Hochhaus kann man nicht auswählen weil "Gebäudekonflikt", gab es in dieser Zeit nicht? Dann kann man noch im Stadtplan den Gebäudetyp feststellen, in dem Fall ist das nicht möglich, wie in tausenden anderen Fällen auch nicht, München eben! Weitere Gebäudetypen sind "Wohnblock" -da hätte ich mir eher Mehrfamilienhaus gewünscht- oder "Anderer Gebäudetyp". Da Wohnblock mit 13 Wohnunge am ehesten zutrifft, wurde das ausgewählt, und dann kam das:

Also das Gebäude wurde vor 25 jahren errichtet und ist energetisch zwar nicht auf dem neuesten Stand, aber in meinen Augen recht modern, auch mit Fußbodenheizung ausgestattet. In der Maske zur Auswahl steht (bei Baujahr 1989-1998)

  • sehr einfacher Altbau (gab es die mit dem Herstellungsjahr noch?)
  • einfacher Altbau
  • guter Altbau und dann der Hammer
  • einfacher Nachkriegsbau (wurden bei Baujahr 1989-1998 noch einfache Nachkriegsbauten erstellt?)
  • anderer Haustyp der dann auch ausgewählt wurde, weil das nach 25 Jahren einfach kein Altbau ist! Obwohl unser Krankenhaus jetzt auch nach 20 Jahren abgerissen werden soll, weil das schon zu alt ist, so etwas kann man nicht mehr brauchen!

Hier ist schon erkennbar, dass dieses Online-Berechnungsprogramm von einer unmotivierten Schülergruppe, einem ChatGPT oder eventuell von Mitarbeitern der Stadt München programmiert wurde, anders kommt so etwas unprofessionelles nicht zustande!

Wenn hochwertiges Eichenparkett für mehr al 100€ je m² verlegt ist, hätte man sicher nicht "einfacher Boden" sondern "guter Boden" ausgewählt, Das ist aber falsch, denn dann gibt es wieder einen Konflikt mit der besonderen Aufwertung am Ende des Programms. Man muss hier also den Punkt "weder ohne Belag,  noch einfacher Boden und auch nicht guter Boden" auswählen.

Und dann kommt irgendwann der Punkt "Balkon/Terrasse/Wintergarten" mit dem Konflikt bei "Ein Balkon,Terasse, Wintergarten", der sich auch nicht auflösen lässt. Ein Anruf beim Sozialreferat ergab, dass Balkon/Loggia/Dachterasse keine Wohnwerterhöhung ergab, und deshalb bei diesen Baujahren entfällt. Lösungsvorschlag von der Stadt: Entweder keinen Balkon/Loggia/Dachterasse angeben, einen zweiten Balkon hinzuschmuggeln oder das Baujahr ändern! Heißt ich muss falsche Angaben machen, um überhaupt zu einer Vergleichsmiete zu kommen!

Denn wenn ich versuche trotz des angezeigten Konfliktes die nächste Seite zu erklimmen erscheint der Hinweis:

Konflikt!

Im Berechnungsschritt "Baujahr" schließt die Auswahl von "1989-1998" die Auswahl "Ein Balkon beziehungsweise Loggia oder Terrasse beziehungsweise Dachterrasse" aus.
Bitte ändern Sie Ihre Eingabe.

Und wenn man die nicht ändert geht es nicht weiter. "Mein Gott, warum hast Du mich verlassen", möcht man jetzt zur Osterzeit rufen!